Fast Food als Einstiegsdroge?

In den letzten Monaten war es immer wieder in den Schlagzeilen zu sehen. Deutschland verfettet. Deutsche Kinder sollen zu fett sein und keiner mag daran schuld sein. Jeder, der auch nur annähernd mit der Erziehung unserer Kinder zu tun hat, zieht sich aus der Verantwortung zurück. Das beste Beispiel sind doch die Eltern.

Erst kürzlich, es ist genau 9 Tage her, da stand ich in Berlin am U-Bahnhof Kurt-Schumacher-Damm und wartete auf meinen Bus. Es war 9 Uhr morgens und ich staunte nicht schlecht, als eine junge Mutter mit Ihrem Kinderwagen an mir vorbeifuhr und das Kind einen Cheeseburger einer großen Fast Food Kette in der Hand hielt und am essen war. Ich dachte mir: „Oh mein Gott, was für eine Rabenmutter“ Man muss erwähnen, dass die Mutter alles andere als schlank war und ihr ja durchaus bewusst sein müsste, was Übergewicht so mit sich bringt. Mal abgesehen von der Gesundheit des eigenen Kindes sei hier auf die Hänselei in der Schule hingewiesen. Das Kind war ungefähr 3-4 Jahre alt. Wie kann ich meinem Kind um 9 Uhr morgens, wahrscheinlich sogar zum Frühstück einen Cheeseburger kaufen?

Ich kam aus dem Entsetzen nicht raus, als keine fünf (!!!) Minuten später ein Vater mittleren Alters an mir vorbei rannte, um den Bus noch zu bekommen. Ihm folgte ein junges Mädchen, das seine Tochter zu sein schien. Ich traute meinen Augen kaum. Das kleine Mädchen, das ungefähr 8 Jahre alt war, hielt eine Tüte Chicken Nuggets in der Hand. Ich war schockiert. Innerhalb so kurzer Zeit gleich zwei junge Kinder zu sehen, die zum Frühstück schon, wie selbstverständlich, Fast Food zu sich nahmen und das sogar noch unter Aufsicht und Erlaubnis der Eltern. Ich meine, okay…ich habe schon erwachsene Menschen gesehen und leider auch gerochen, die morgens um 7 Uhr in der Straßenbahn einen Döner aßen und diesen mit einer Dose Bier herunterspülten. Diese Menschen waren allesamt in Arbeitskleidung, also folglich auf den Weg zur Arbeit. Wenn ich die Nacht durchzeche und dann morgens um 7 Uhr einen Döner esse, kein Ding, das kann mal vorkommen, aber zum Frühstück auf dem Weg zur Arbeit? Naja, ich weiß nicht so recht.

Der kleine Unterschied zwischen einem erwachsenen und einem kindlichen Fast-Food-Frühstücker ist, dass der Erwachsene sich der Folgen bewusst sein könnte, wenn er denn will. Ich wage zu behaupten, dass ein vierjähriges, oder meinetwegen auch achtjähriges Kind nicht in der Lage sein wird, sich dieser Thematik bewusst zu sein. Wenn das schon morgens um 9 Uhr so anfängt und in diesem frühen Alter, stell sich mir die Frage:

Ist Fast Food vielleicht eine Einstiegsdroge?

Eine Antwort zu „Fast Food als Einstiegsdroge?“

  1. mOnkeymAkeR sagt:

    ich sehe das problem in der bequemlichkeit der menschheit…

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